Die Kath. Wallfahrtskirche Maria Vesperbild

Einige Daten in Kürze:

 

1650 Errichtung einer Feldkapelle auf dem Weg von Ziemetshausen nach Langenneufnach als Dank für das Ende des Dreißigjährigen Krieges durch Jakob von St. Vincent

1673 Errichtung einer größeren Kapelle

1725 Bau einer Wallfahrtskirche

1754 Neubau der Wallfahrtskirche

1756 Weihe der Wallfahrtskirche

1960 Stiftung des Gnadenaltars durch Fürst Eugen zu Oettingen-Wallerstein

1963 - 1965 Errichtung der Seitenaltäre

 

Geräumiger, innen und außen pilastergegliederter Saalbau mit Flachtonne über hoher Voute, in die Stichkappen einschneiden; die beiden mittleren Achsen über leicht geschweifte, mit Pilasterpaaren besetzte Schrägen nach außen erweitert, in den ausgerundeten Ostecken Altarnischen; doppelte Westempore. Eingezogener, segmentbogig geschlossener Chor mit kreisrunder und querovaler Flachkuppel; seitlich balkonartige Oratiorien. Im nördlichen Winkel quadratischer Turm mit reich gegliedertem Oktogon und Zwiebelhaube. - Feiner Rokokostuck Wessobrunner Art, um 1755; über dem Chorbogen Kartuschen mit Allianzwappen Oettingen-Wallerstein / Oettingen-Baldern. - Fresken in warmen Brauntönen von Balthasar Riepp, 1755; Chor: zwei von einem Schwert durchbohrte Herzen zwischen Engeln, seitlich Embleme, Kreuzabnahme, seitlich Evangelisten, an den Brüstungen der Oratorien Guter Hirte und Immaculata; Langhaus: Verehrung des Gnadenbildes durch Heilige, seitlich Embleme. Bild der unteren Emporenbrüstung von Hans Kögl, 1921/22. - Neurokoko-Ausstattung 1959 ff. Im Hochaltar das Gnadenbild des mittleren 17. Jhs.; die seitlichen Figuren der hl. Barbara und Katharina um 1725, vielleicht von Johann Georg Bschorer. Von ihm wohl auch Maria und Joseph am Chorbogen. - In der Apsis Votivtafeln des 19. Jhs.

aus: Georg Dehio, Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Bayern III: Schwaben,
bearbeitet von Bruno Bushart und Georg Paula, Deutscher Kunstverlag, Berlin 1989, S. 671