Ritterorden mit sozialem Engagement

Maria-Vesperbild (mal) - Einmal im Jahr steht Maria Vesperbild ganz im Zeichen edlen Rittertums. Die Ritter des Ordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem der Komturei St. Ulrich und Afra in Augsburg pilgerten zum 15. Mal nach Maria Vesperbild. Dem Äußeren nach fühlt man sich in das Mittelalter zurückversetzt.

Die Damen tragen das leuchtend rote fünffache Kreuz am schwarzen Mantel, die Herren am weißen Umhang. Aber die ritterlichen Tugenden wie Mut, Maßhalten und Barmherzigkeit haben nichts von ihrer Aktualität verloren.

Die "Grabesritter" helfen den Christen im Heiligen Land und rufen zu Frieden und Verständigung auf. Der Pilgerzug, angeführt von der Musikvereinigung Ziemetshausen, führte die Ordensdamen und Ordensritter zur Mariengrotte. Nach einer Andacht um die Fürbitte der Gottesmutter Maria kehrte der aufsehenerregende Wallfahrtszug zurück in die Kirche Maria Vesperbild.

In seiner Predigt ging Prälat Dr. Wilhelm Imkamp (selbst ein Angehöriger des Ritterordens) auf die hochaktuelle Wertedebatte um eine Abschaffung des Kreuzes in der Schule ein. "Wir brauchen den Mut zur Unterscheidung, denn das Kreuz hat nichts von seiner Kraft verloren." "Da, wo das Kreuz ist, fängt der Teufel an zu jaulen." Vehement sprach sich der Prälat für die Tradition aus. "Wir brauchen keine Hobbychristen, bei denen das Christsein am Fabriktor oder an der Haustür endet. Christ sein umfasst das ganze Leben." Dr. Thomas Weckbach, der Leitende Komtur des Ritterordens, sprach die Dankesworte. "Wir Grabesritter werden auch in Zukunft unseren Beitrag zum Frieden leisten."

 

Quelle: www.mittelschwaebische-nachrichten.de